Jetzt informieren und klug nach vorne denken. Zukunftsorientierte Investitionen sind jetzt bares Geld wert.

Ziel ist es, ab 2050 nicht mehr CO2 in die Umwelt abzugeben, als die Natur z.B. über Pflanzen auch wieder aufnehmen kann. Derzeit wird weltweit deutlich mehr CO2 in die Atmosphäre abgegeben – und das gilt als Hauptursache für die Klimaerwärmung mit allen negativen Folgen für Menschen und Umwelt. Im Ende 2019 verabschiedeten Klimaschutzgesetz (KSG) sind jährliche Obergrenzen der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 als Etappenziele vorgeschrieben. Aufgeteilt nach den Hauptverursachern Energiewirtschaft, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft sowie die Abfallwirtschaft.

Gebäude gehören dabei zu den wesentlichen Verursachern von CO2-Emissionen. Für Heizung und Warmwasser werden etwa 26 Prozent der gesamten Endenergie in Deutschland verbraucht (Quelle: Umweltbundesamt). Mit einem entsprechend hohen CO2-Ausstoß. Die gesetzliche festgelegte Obergrenze für diesen Sektor beträgt für das Jahr 2020 118 Mio. Tonnen. Zehn Jahre später, 2030, sinkt die Obergrenze auf „nur“ noch 70 Mio. Tonnen CO2. Zum Vergleich: Auf den Gebäudesektor entfielen 2017 noch rund 132 Mio. Tonnen CO2. Das entsprach mehr als 14 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland.

Heizungen mit einem besonders hohen CO2-Ausstoß sollen ausgetauscht werden. Fossile Energieträger (Öl, Gas) werden durch einen Preisaufschlag pro freigesetzte Tonne CO2 verteuert. Ganz besonders trifft dies ältere Ölheizungen. Wer für seinen Neubau oder im Zuge der Haussanierung eine Ölheizung plant, erhält ab 2020 generell keine Förderungen mehr. Große finanzielle Anreize gibt es hingegen für Investitionen in Heizungen, die erneuerbare Energien nutzen – beispielsweise Wärmepumpen oder solarunterstützte Gas-Brennwertheizungen.

Um die Treibhausgasemissionen von Häusern zu senken, werden außerdem energetische Sanierungsmaßnahmen steuerlich absetzbar. Dazu zählen nicht nur die Investitionskosten selbst, sondern auch 50 Prozent der Aufwendungen für eine fundierte Energieberatung durch Experten.

Ab 2026 dürfen laut Klimapaket generell keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden, wenn sie ausschließlich Öl als Energieträger nutzen. In Kombination mit erneuerbaren Energien, sogenannten Hybridheizungen, sind aber auch nach 2026 noch neue Ölheizungen erlaubt! Sie puffern Wärme aus Solarthermie und Ölheizung in einem Multifunktionsspeicher. Über integrierte Wärmetauscher wird die Energie dann für die Heizung und die Warmwasserbereitung eingesetzt.

Bestehende Ölheizungen müssen nach 30 Jahre Betrieb ausgetauscht werden. Für das Jahr 2020 betrifft das alle Ölheizungen, die im Jahr 1990 in Betrieb genommen worden sind.

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